Es ist wieder soweit: Weihnachten. Ihr ärgert euch über die teuren Zugtickets beim Heimfahren, den stressigen Last-Minute Geschenkeeinkauf oder das Kilo mehr auf den Rippen nach drei Tagen Festessen? Vielleicht seid ihr aber auch gar nicht auf der Flucht vor dem Weihnachtsstress und habt einfach nur Lust die kurzen Ferien zu nutzen, um auf Abenteuersuche zu gehen? Entscheidet ihr euch dafür, die Feiertage in der Ferne zu verbringen, bieten sich euch dafür unzählige Möglichkeiten. Unsere aktuellen Favoriten findet ihr hier:

1. Australien - Weihnachtsstimmung im Hochsommer

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Der australische Sommer dauert von Dezember bis Februar. Auch wenn viele Traditionen und Bräuche aus Großbritannien übernommen wurden, wird an Weihnachten deshalb bei über 30 Grad Celsius nicht selten ein Barbecue veranstaltet. Dennoch herrscht auch in Down Under eine schöne Weihnachtsstimmung und die Häuser werden mit "Christmas Bush", einem kleinen australischen Baum, dessen Blüten zur Weihnachtszeit eine tiefrote Färbung annehmen, geschmückt. Zu einem richtigen Festtagsessen gehört neben dem traditionellen "Christmas Ham" auch ein "Christmas Pudding" (oder "Plum Pudding"), der der britischen Variante stark ähnelt. Früher wurden als besondere Zutat sogar Münzen in den Pudding getan, die dem Finder Glück für das kommende Jahr versprachen.
Eine wichtige Rolle in der Esskultur spielen in Australien auch Garnelen & Co. Wie wichtig zeigt die Existenz des "Sydney Fish Market's 36-Hour Seafood Marathon" am 23. und 24. Dezember. Bei dieser Veranstaltung bleiben die Marktstände mit frischem Fisch und Meeresfrüchten für 36 Stunden am Stück geöffnet, um mit dem Ansturm der Massen zurechtzukommen. Bei dem "Marathon", den es mittlerweile seit 20 Jahren gibt, werden jedes Jahr unglaubliche 700 Tonnen Meeresfrüchte verkauft.

2. O Malaysia, wie grün sind deine (Tee-)Blätter!

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Statt dem Grün des Tannenbaums ziehen euch dieses Jahr die Teeplantagen Malaysias an? Die Cameron Highlands stellen quasi den "Garten Malaysias" dar und sind besonders für den Anbau von Tee berühmt. Auch die Temperaturen sind niedriger als das sonst vorherrschende tropische Klima und erinnern schon etwas mehr an die Weihnachtszeit. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Teeplantagen zu besichtigen. Im Gegensatz zu gebuchten Touren ist zum Beispiel das Mieten eines Taxis für diese Zeit individueller und für westliche Verhältnisse nicht extrem teuer.
Weihnachtliche Dekoration findet ihr in Malaysia vor allem in Einkaufszentren und Hotels. Der 25. Dezember ist in dem muslimischen Land tatsächlich ein nationaler Feiertag. In der Hauptstadt Kuala Lumpur gibt es viel zu sehen: Die Wolkenkratzer Patronas Tower sind weltweit bekannt, aber auch in den quirligen Stadtteilen Jalan Alor oder Jalan Petaling (Chinatown) findet man tolle Märke & Street Food. Für ein wenig Kultur lohnt sich ein Ausflug zu den Batu Caves ca. 15km außerhalb der Stadt. Die Kalksteinhöhlen beherbergen mehrere Hindu-Tempel und werden von einer mehr als 42m hohen Statue bewacht.
Ein Besuch Malaysias lohnt sich aber auch als Startpunkt für eine kleine Asien-Rundreise. Von Kuala Lumpur aus gibt es zahlreiche Flüge zu anderen spannenden Destinationen wie Singapur (1h), Saigon (2h) oder auch Bali (3h).

3. Skifahren und heiße Quellen in Japan

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Euch zieht es in die Ferne, aber ohne Schnee ist Weihnachten doch nicht das Gleiche? In Japan findet ihr nicht nur spannende Städte und Kultur, sondern habt auch die Möglichkeit in über 500 Orten einen Skiurlaub zu verbringen. Auf der Website Snow Japan findet ihr einen schönen Überblick über kleine und große Skiresorts, Anreise, Unterkünfte und mehr. Die besten Schneeverhältnisse gibt es in den Skigebieten im Norden von Japan (Hokkaido und Tohoku) und entlang der Seeküste (Niigata und Nagano).
Auch von Tokio aus seid ihr relativ schnell auf der Piste. Die nächstgelegenen 5 Skigebiete erreicht ihr teilweise schon in 75 Minuten. Auf dem bekanntesten Berg Japans, dem Fuji Yama, der etwa 100km südwestlich von Tokio liegt, besteht keine direkte Möglichkeit Ski zu fahren. Der Vulkanberg gilt als heilig und gehört zum Weltkulturerbe (ist aber für Bergsteiger zugänglich). Es gibt jedoch zwei kleinere Skistationen in den Ausläufern des Vulkanbergs (Fujiten Resort und das Snow Town Yeti Resort).

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Photo by Matthew Kane

Eine besondere Attraktion sind in Japan auch Onsen, die heißen Quellen. Im warmen Wasser kann man sich richtig entspannen und die Winterlandschaft betrachten. Beliebt sind die Quellen nicht nur bei Menschen, sondern auch bei den Schnee-Affen, die darin in den kalten Monaten den Tag verbringen. Im Jigokudani Monkey Park sind sie jedoch das ganze Jahr über zu sehen, da sie durch das Futter angelockt werden. Onsen findet man in Japan sowohl außen als auch in Gebäuden. Auf der folgenden Seite (Link) findet ihr eine Übersicht der zahlreichen Quellen, die besonders im Winter zu empfehlen sind.