Ob man nun über Erasmus an einer europäischen Uni studiert, sein Auslandssemester an einer Partnerhochschule in Sydney, Bangkok oder einem anderen spannenden Ort verbringt oder sogar als Free-Mover unterwegs ist - den gleichen Anfangsproblemen und Herausforderungen muss sich jeder stellen!

Wir haben uns umgehört, wie andere Studenten ihre ersten Tage erlebt haben und geben dir Tipps, wie du die Zeit erfolgreich meisterst und ein unvergessliches Auslandssemester erlebst!

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Flo & Ben, die an der TU München studieren, sind gerade aus ihrem Auslandssemester in China zurückgekommen und berichten:

"Englisch kann in China nicht jeder. Dem Taxifahrer musste ich meine Adresse in chinesischen Schriftzeichen zeigen und wusste die ganze Fahrt lang nicht, ob ich wirklich am richtigen Ort ankomme. Auch an mein Zimmer im 28. Stockwerk musste ich mich erstmal gewöhnen - es gab kein Fenster. Die Uni ist außerdem verschulter als in Deutschland, das System ist ganz anders." (Flo, für 1 Semester in Shanghai)

Auch Ben hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Nach einem Jahr in Hangzhou sagt er trotzdem: "Am Ende ist es eine Mischung aus Vorfreude auf Zuhause (Familie, Freunde), aber man ist auch traurig, weil das Auslandsemester schon wieder um ist und dann der normale Alltag in Deutschland wieder beginnt."

Tipps für dein Auslandssemester

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Vor der Abreise

1. Die geographische Lage nicht vernachlässigen!

Klar, du hast bereits deine Favoriten und Lieblingsstädte, aber was du neben dem Ruf der Uni und der Stadt auch bedenken solltest, ist die geographische Lage: Zu einem Auslandssemester gehören auch jede Menge Ausflüge und Trips mit anderen Erasmusstudenten und neuen Freunden. Von Südfrankreich aus kannst du beispielsweise bequem und günstig mit dem Zug nach Barcelona oder Italien reisen - oder bist schnell für ein Wochenende in Paris. Wird dir der Trubel in Bangkok zuviel, findest du günstige Flüge an den Strand oder in andere asiatische Städte wie Singapur oder Kuala Lumpur. Verbringst du allerdings dein Auslandssemester dort, werden die hohen Mietpreise wohl dein ganzes Reisebudget verschlingen!

2. Rede mit anderen Studenten

Auf Veranstaltungen vom International Office kannst du oft Studenten kennenlernen, die bereits ihr Auslandssemester in deiner Stadt verbracht haben und dir wichtige Tipps geben können. Auch in Erfahrungsberichten im Internet findest du oft eine E-Mail Adresse - Fragen kostet nichts!

3. Plane dein Budget großzügig und rechne mit unerwarteten Ausgaben

Möglicherweise solltest du dir ein neues Bankkonto zulegen, von dem du zu günstigen Konditionen im Ausland Geld abheben kannst. Nimm dir aber trotzdem für den Start eine kleine Summe Bargeld mit - gerade im außereuropäischen Ausland könnte es unerwartete Probleme beim Geldabheben geben. Damit dein Budget nicht bereits durch den Flug zur deiner neuen Heimat erschöpft wird, informier dich über günstige Flüge und Studentenrabatte!

Angekommen! Die ersten Tage im Ausland

4. Sag nicht Nein!

Du bist müde vom Umzug, verstehst die Sprache doch nicht so gut wie gedacht und hast dich das erste Mal verlaufen? Egal! Gerade am Anfang solltest du aus deiner Komfortzone ausbrechen und Ja-Sagen - zur Erasmusparty, obwohl du niemanden dort kennst, zur Einladung zum gemeinsamen Mensa-Essen, zum Sportkurs in der Fremdsprache, obwohl du selbst beim Fahrkarte kaufen schon Schwierigkeiten hattest...

5. Alles wird zum Abenteuer

Dein Stundenplan, den du pflichtbewusst bereits vor der Anreise erstellt hast, wird nochmal komplett durcheinandergeworfen, die Bank möchte kein Bankkonto eröffnen und ... und alles ist irgendwie anders. Nimm es locker und bitte Leute um Hilfe - vielleicht lernst du auf diese Weise sogar deine zukünftigen Freunde kennen!

6. Geh deinen Kommilitonen von Zuhause aus dem Weg

Die Verlockung ist groß: Ihr steht vor den gleichen Herausforderungen, Sprachbarrieren und kennt (noch) niemand. Trotzdem...vermeide deine Kommilitonen von der Heimatuni so gut wie es geht! Such dir Einheimische als Freunde oder unternimm etwas mit den anderen (nicht-deutschsprachigen) Erasmusstudenten. Hinterher bist du froh, dass du nicht 6 Monate oder 1 Jahr wie in einer deutschen Seifenblase gelebt hast, sondern aus deiner Komfortzone ausgebrochen bist! Auch deine Sprachkenntnisse werden viel besser sein.

6. Wie finde ich Anschluss?

Ganz auf dich alleine gestellt bist du nicht: Von der Uni und Erasmus-Clubs (wie z.B. ESN) werden zahlreiche Veranstaltungen, Get-Together's und Ausflüge angeboten. Hier ist die Hemmschwelle nicht so hoch, denn sowieso sind alle neu. Ansonsten kannst du natürlich in der Uni Leute kennenlernen - doch auch im Internet findest du auf Facebook, Meetup & Co coole Events und Gleichgesinnte.

Du hast dich eingelebt

7. Studieren (ja, wirklich!)

Bei manchen ist es wirklich total egal mit welchen Noten und wievielen ECTS man wieder nach Hause kommt - bei vielen nicht! Es wäre ärgerlich, wenn du am Ende 5 Prüfungen nachholen musst oder im schlimmsten Fall gezwungen bist, ein Stipendium zurückzuerstatten. Deshalb solltest du - neben den ganzen tollen Erfahrungen die auf dich warten - auch etwas Zeit der Uni widmen!

8. Mach Sachen, die du zuhause auch machst

Die durchgemachten Nächte, (zu) viel Alkohol, neue Leute, neue Umgebung - alles ist aufregend, aber dein Erasmussemester ist keine 6-monatige Party (ok, vielleicht doch...). Du bist kein Tourist, sondern wohnst in dieser Stadt und solltest nicht deine kompletten Interessen und Gewohnheiten ändern. Du gehst gerne Joggen? Dann mach das am Strand in Australien oder entlang der Seine in Paris!

9. Bereite dich auf die Post-Erasmus Depression vor

Wie bereits von Ben & Flo angekündigt, wirst du während deinem Auslandssemester so viele neue Leute kennenlernen und aufregende Dinge erleben, dass diese Zeit nicht spurlos an dir vorbeigehen wird.