Klimaschutz geht uns alle etwas an und die gesamte Luftverkehrbranche arbeitet an innovativen Lösungen, um langfristig CO2-neutral zu werden. FLYLA beteiligt sich schon heute aktiv an diesen Innovationsprozessen. In diesem Artikel zeigen wir Euch, wie wir Fliegen mit Umweltfragen verbinden und welche Maßnahmen wir bereits getroffen haben, um CO2-Emissionen langfristig zu senken.

Der jüngste Erfolg der Grünen bei der Europawahl hat noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig den Deutschen die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind. Gleichzeitig wächst der Flugverkehr nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Bis 2037 geht die internationale Flugvereinigung IATA von einem Anstieg von 4,2 (2017) auf 8,2 Milliarden Fluggästen aus1.
Auch in Deutschland wächst die Zahl der Flugreisenden seit Jahren stetig. Laut der „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen“ (ADV) gingen im Jahr 2010 190.687.112 Flüge von und nach Deutschland2. Im Jahr 2018 lag diese Zahl bei über 244 Millionen3. Innerdeutsche Flüge gingen aufgrund des Marktrückzuges von Air-Berlin und daraus resultierend höheren Ticketpreisen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% zurück4.
Trotzdem fliegen auch die Deutschen trotz aller Umweltbedenken immer mehr und immer häufiger.

Kennzahlen um Fliegen um Umweltfragen

Doch wie lassen sich Fliegen und Umweltfragen miteinander vereinbaren? Und sind Flüge überhaupt immer die umweltschädlichste Alternative?
Die internationale Luftfahrtbranche hält schon heute ihre bis 2020 geltenden Selbstverpflichtungsziele, die Treibstoffeffizienz um jährlich 1,5% zu verbessern, ein5.
Als Konsequenz dieser Bemühungen liegt der durchschnittliche Treibstoffverbrauch der deutschen Flugzeugflotte schon heute bei unter 4 Litern Kerosin pro Passagier auf 100 geflogene Kilometer6. Die Lufthansa Group schafft sogar einen Wert von gerade einmal 3,65l/100km7.
Für einen Flug von Köln/ Bonn (CGN) nach Berlin Tegel (TXL) belaufen sich die direkten CO2-Emissionen laut Berechnungen von ‚Atmosfair‘ auf 41kg8. Mit Einbezug aller Umweltauswirkungen führt der Flug zu einer Klimawirkung von 79kg CO2 pro Passagier.

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Zum Vergleich: Die Strecke für eine Autofahrt von CGN nach TXL beträgt 572km. Laut Umweltbundesamt betragen die durchschnittlichen Emissionen eines Pkw 139g CO2 pro Personenkilometer9. Bei diesem Wert handelt es sich um Labormesswerte. Damit beläuft sich der CO2-Ausstoß der Autofahrt unter den gegebenen Daten auf 79,51kg.
Eine Studie des International Council on Clean Transportation hat gezeigt, dass die gemessenen CO2-Werte unter realen Fahrbedingungen auf öffentlichen Straßen sowohl bei Dieselfahrzeugen, also auch bei Benzinern höher liegen, als die Laborwerte10. Beim untersuchten Fahrzeug mit Dieselantrieb lagen die gemessenen CO2-Emissionen zwischen 26 und 39 Prozent über dem offiziellen NEFZ-Wert und beim untersuchten Fahrzeug mit Benzinantrieb lagen die Abweichungen zwischen 24 und 39 Prozent über dem offiziellen NEFZ-Wert10.
Im Vergleich des direkten CO2-Ausstoßes ist ein Flug unter Umständen weniger umweltschädlich, als eine vergleichbare Autofahrt.
Bus und Bahn bleiben allerdings weiterhin die klimafreundlichste Art des Transports. Wer allerdings auf einen Flug oder PKW angewiesen ist, sollte die beiden Möglichkeiten miteinander vergleichen.
Ihr könnt den CO2-Ausstoß Eurer Flüge zum Beispiel bei Atmosfair kompensieren. Auch beim Umweltbundesamt oder auf der Website der Fernsehsendung Quarks & Co. könnt ihr CO2-Werte miteinander vergleichen. Solche Vergleiche können Euch helfen, bewusste Entscheidungen bezüglich Eurer Transportoptionen zu treffen.

Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Zukunft

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Ab 2020 soll das Wachstum der Luftverkehrsbranche CO2-neutral erfolgen und bis 2050 sollen die die CO2-Werte um 50% im Vergleich zum Basisjahr 2005 gesenkt werden11.
Dafür ist eine sinnvolle Kombination von technischen Verbesserungen, effektiveren Flugoperationen, einer effizienteren Infrastruktur und sinnvollen ökonomischen Anreizen notwendig.
Des Weiteren haben sich die 191 Mitgliedsstaaten der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen (ICAO) auf ein globales marktbasiertes Klimaschutzinstrument geeinigt, welches ab 2020 eingeführt wird12. Für wachstumsbedingte CO2-Emissionen zahlen Fluggesellschaften demnach ab 2021 einen Zertifikatpreis. Mit den entsprechenden Einnahmen werden dann CO2-senkende Klimaschutzprojekte finanziert.
Der einfachste Weg, die CO2-Emissionen pro Kopf zu reduzieren, ist die Auslastung der Flugzeuge zu erhöhen. Zum Beispiel lag die durchschnittliche Auslastungsquote der Lufthansa Group im Jahr 2018 bei 81,4%13.

FLYLA und Umweltfragen

FLYLA konzentriert sich auf Restflugtickets und hilft Fluglinien so, ihre Auslastung zu erhöhen. Durch eine höhere Auslastung sinkt logischerweise der CO2-Verbrauch pro Person. Jedes einzelne Studententicket, was über FLYLA gebucht wird, erhöht die Auslastung der Airlines und senkt den CO2-Verbrauch pro Person.
FLYLA hilft, die Umweltauswirkungen pro Passagier konsequent zu reduzieren. Gleichzeitig, werden durch die höheren Auslastungen keine zusätzlichen Flüge durchgeführt.

Das hat uns aber nicht gereicht. Denn ab sofort beduetet mit FLYLA zu fliegen, klimaneutral zu fliegen. Dies erreichen wir, indem wir die CO2-Emissionen jedes einzelnen Fluges zu 100% kompensieren. Zusätzlich pflanzen wir auch noch für jeden einzelnen Flug bis zu drei Bäume 🌳 🌲

FLYLA bietet Studierenden die Möglichkeit, spontan neue Orte und Kulturen zu entdecken. Dadurch lassen sich Fliegen und Umweltfragen miteinander vereinbaren.
Anhand der genannten Daten zeigt sich, dass eine höhere Auslastung in Kombination mit sinnvollen ökonomischen Anreizen, technischen Verbesserungen und Effizienzsteigerungen dazu führen, die ökologischen Auswirkungen des Fliegens langfristig zu minimieren.

Sind Euch Umweltfragen wichtig? Und wie verbindet ihr Reisen mit dem Flugzeug und Umweltfragen?
Schreibt mir gerne Eure Meinungen an franziska@flyla.de

Quellen

  1. IATA
  2. ADV
  3. ADV
  4. Die Zeit
  5. BDI
  6. BDI
  7. Lufthansa, Investor Relations
  8. Atmosfair Berechnungsdaten: Sitzklasse: Economy, Flugart: Linie, Flugzeugtyp: A350-1000. Mit unterschiedlichen Parametern können die Kennzahlen ggf. abweichen.
  9. Umweltbundesamt
  10. ICCT
  11. BDL
  12. ICAO
  13. Lufthansa, Investor Relations