Alexandra aus München hat für uns einen Bericht über ihr spannendes Auslandssemester in Bangkok geschrieben. Wie sie die perfekte Wohnung gefunden und das Universitätssystem erlebt hat, erfährst du hier:

Stockholm? Kopenhagen? Rom? Sind alles schöne Städte, aber Europa war mir für mein Auslandssemester einfach zu nah und zu gewohnt. Also bin ich die Partnerunis meiner Universität durchgegangen, Uni für Uni, Stadt für Stadt, und bin schließlich auf Bangkok gestoßen. Ich wollte schon länger mal zum Urlaub machen nach Thailand – wieso also nicht gleich ein ganzes Semester? Die Lebensunterhaltskosten sind niedrig, die Studiengebühren um einiges billiger als zum Beispiel in Amerika oder Australien und es gibt unglaublich viel zu entdecken. Eins vorweg, mit der Partneruni in Bangkok hat es leider nicht geklappt, jedoch gibt es genug private Anbieter und so bin ich über Asia Exchange an die Kasetsart University gekommen. Bald war auch schon der Flug gebucht, die nötigen Impfungen gemacht und die Auslandsversicherung abgeschlossen. Ehe ich mich versah, war ich auch schon in meiner AirBnb-Wohnung in Bangkok, die ich für die ersten Tage gebucht hatte. Gleich am nächsten Tag habe ich mich mit ein paar Leuten getroffen, die auch ein Auslandssemester in Bangkok machten und gemeinsam machten wir uns auf die Suche nach einer Wohnung.

Doch wie findet man eine längerfristige Unterkunft in Bangkok? Ziemlich einfach! Da die Stadt ständig im Wandel ist, wird unglaublich viel gebaut. Das führt dazu, dass ziemlich viele Wohnungen freistehen. So zogen wir bei 30 Grad Hitze durch die Straßen, schauten uns die riesigen Hochhäuser von außen an und wenn uns was ansprach, gingen wir einfach rein und fragten an der Rezeption nach den Mietpreisen. So kamen wir schließlich am selben Tag noch an unser Traumloft, wo wir mit deutschen und französischen Studenten 4 Wohnungen mit jeweils 4 Zimmern bezogen. In unserem Haus gab es alles was man sich für ein perfektes Auslandssemester wünscht: Fitnessstudio, Rooftoppool und sogar Reinigungskräfte, die jeden Tag bei uns aufräumten – all das für nur ca. 300€ im Monat.

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Einige Tage hatten wir zum Einleben, dann ging auch schon das Studium los. In Thailand muss man als Student eine Uniform tragen, welche aus einem weißen Hemd, schwarzem Rock/schwarzer Hose und Gürtel mit Unilogo besteht. Wir konnten uns im Voraus die angebotenen Kurse anschauen, jedoch wurden uns am ersten Tag ganz andere Vorlesungen angeboten. Wie wir aber im Laufe der Zeit erfahren haben, ist sowas in Thailand ganz normal und es ist viel Spontanität gefragt. Oft wurden Kurse, Klausuren und auch Ferien kurzfristig verschoben und verlegt.

Das thailändische Universitätssystem unterscheidet sich sehr von dem deutschen: Ein Kurs besteht aus 100%, welche sich aus Midterm- und Endterm-Klausuren sowie aus Anwesenheitspflicht, Gruppenarbeiten und Hausaufgaben errechnen. Schluss war also mit Bulimielernen in den letzten Wochen vor der Klausur. Mir persönlich hat das sehr gefallen, da der Aufwand dadurch gefühlt geringer war und die Note nicht nur von einer Klausur abhing. Die guten Noten hat man aber nicht automatisch bekommen und die drei Tage pro Woche, an denen man Uni hatte, musste man dann doch mit Lernen verbringen. Dafür blieben aber die restlichen 4 Tage für das Reisen. Dank den guten Bus- und Zuganbindungen sowie AirAsia kommt man in Thailand schnell und günstig von einem Ort zum nächsten.

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